WISSENSCHAFT, TECHNOLOGIE UND UMWELT

FREI NACH EINEM GROSSEN DENKER KANN BILDUNG „KEINE INSEL SEIN, DIE IHRE TÜREN VOR DER GESELLSCHAFTLICHEN, WIRTSCHAFTLICHEN UND POLITISCHEN REALITÄT VERSCHLIESST. SIE IST DAZU AUFGERUFEN DEN ERWARTUNGEN, GEFÜHLEN, ERFAHRUNGEN UND PROBLEMEN DES VOLKES ENTGEGENZUKOMMEN.“

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Manuel Ayala

Leiter des Fachbereichs

mayala@cmu.edu.pe

Diese Idee ist nicht weit weg von der Definition und Bedeutung der Wissenschaft, die, genau wie die Bildung, nicht die Realität aus dem Blick verlieren darf. Ein Wissenschaftler ist ein nachdenkender Beobachter seiner Umwelt, er hat ein Gespür für die Probleme der Gesellschaft und versucht ihnen mit Technologien zu begegnen, die Medizin, Industrie, Landwirtschaft, Informatik und Kommunikation voranbringen.  Bildung und Wissenschaft sind untrennbar miteinander verbunden, denn jeder gute Wissenschaftler entstammt einer guten Bildung. Im Fachbereich Biochemie sind wir der symbiotischen Beziehung zwischen Bildung und Wissenschaft sehr bewusst. Wir wissen, dass nur eine aktive und differenzierte Bildung, welche die Schüler einbindet und ihr individuelles Lerntempo berücksichtigt, sie auch für die Naturwissenschaften begeistern kann.

Grundschule

Das Projekt „Kleine Wissenschaftler“ führt die Kinder der Grundschule in die wunderbare Welt der Forschung und des Experimentierens ein. In einfachen Laborversuchen, in denen sie selbst die Instrumente bedienen können, und anhand von Modellen schulen sie ihre Beobachtungsgabe und kommen so zu wissenschaftlichen Schlussfolgerungen.

Mittelstufe

In der Mittelstufe werden die in der Grundschule entwickelten Fähigkeiten weiter vertieft. In Laborversuchen lernen die Schüler Hypothesen aufzustellen, Versuchsabläufe zu beschreiben und daraus eine wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerung abzuleiten.

Obserstufe

In der Oberstufe werden die analytischen und deduktiven Fähigkeiten der Schüler weiter vertieft. Hierbei wechseln sich praktische Versuche im Labor mit Theoriestunden ab. Der Schüler lernt den Umgang und die Kalibrierung von wissenschaftlichen Instrumenten. Er führt Messungen durch und unterscheidet welche Größe von welchen Variablen abhängt. Dann stellt er seine Messergebnisse in mathematischen Gleichungen und Formeln dar. Auf diese Weise lernt er eigenständig und baut seine wissenschaftlichen Fähigkeiten in einem harmonischen und freien Umfeld auf.

Jeder Wissenschaftler sollte eine Reihe von Eigenschaften mitbringen, darunter Ordnung, Organisation und das Erkennen von Strukturen. Deshalb setzt der Fachbereich Bewertungsschemata ein, die es den Schülern erlauben ihre Arbeitsmoral, Pünktlichkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein zu trainieren. Außerdem werden sie dazu angehalten, in Arbeiten ihre Quellen richtig zu zitieren, um Plagiatsvorwürfe zu vermeiden. All das zusammen macht ihre Bewertungen gerechter und transparenter. Alle zwei Jahre organisiert der Fachbereich Biochemie zusammen mit dem Projekt „Kleine Wissenschaftler“ und den Fachbereichen Informatik und Physik-Mathematik eine Ausstellung zu Wissenschaft, Technologie und Produktion. Das ist eine tolle Gelegenheit für unsere Schüler, ihr wissenschaftlich-kreatives Know-How zu Vorbereitung und Durchführung von wissenschaftlichen Arbeiten und Laborversuchen vorzustellen. Für die Eltern ist es zudem eine schöne Möglichkeit, sich über den Lernfortschritt ihrer Kinder zu informieren, um sie auch von zu Hause aus für die Welt der Wissenschaft zu begeistern.

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ARBEITSGRUPPE WISSENSCHAFT, TECHNOLOGIE UND UMWELT

Von links nach rechts:

Stehend: Alberto De Rivero, Karelia Delgado, Nicola Hanauer, David Schäfer, Diana Prado, Andrea Delgado.

Sitzend: Arturo Dávalos, Manuel Ayala, Carlos Monzón